Zeitreise in Celle: vom Barockschloss in die quietschbunten 60er Jahre


Als Pferdenarr habe ich bei der Stadt Celle bisher immer ausschließlich an das Landgestüt gedacht. Aber ausgerechnet dort waren wir nicht bei unserem Kurzurlaub in der schönen Fachwerkstatt. Da uns Celle so gut gefallen hat, holen wir die Pferde aber bei einem weiteren Aufenthalt nach, wir kommen wieder. Und wir werden auch wieder im Hotel Fürstenhof nächtigen, denn dort fühlten wir uns sehr willkommen und wie auch schon auf Schloß Bensberg, auch einem Hotel der Althoff Gruppe, fehlte uns an nichts. Trotz der guten Verkehrsanbindung sind die Zimmer im Fürstenhof – einem ehemaligen barocken Palais – sehr ruhig gelegen und man bekommt von der Straße nichts mit, auch wenn man mit offenem Fenster schläft. Der Lounge- / Barbereich des Hotels ist übrigens so opulent ausgestattet, dass man sich direkt vor Ort auf Zeitreise begeben kann. Gute Lage heißt in dem Fall auch, dass man zu Fuß alles erreichen kann. Also Auto im Hotel abstellen und es dort einfach übers Wochenende stehen lassen. Die Innenstadt, das Schloss und der französische Garten sind gerade mal einen Spaziergang von 5 Minuten entfernt. Das Gestüt liegt auch direkt um die Ecke.

Freitag angekommen, haben wir uns erstmal einen Überblick verschafft, was wir so alles erleben wollten und sind durch die wunderschöne Fachwerkinnenstadt spaziert. Fast wie Detmold – nur größer und weitläufiger. Im Französischen Garten fand ein Licht und Poesie Festival statt, war aber nicht unser Ding, darum haben wir nur eine Runde durch den Park gedreht, wie schön muss er im Sommer sein, wenn alles grün und blüht.

Abendessen gab es im Restaurant Palio im Hotel, fantastische, italienische Küche und gute Portionsgröße. Leider war es für Samstag Abend komplett ausgebucht, sonst hätten wir noch einmal dort gegessen. Verhungert sind wir trotzdem nicht, in der Innenstadt von Celle findet man viel unterschiedliche Gastronomie.

Am Samstag sind wir ins Bomann Museum gegangen, hauptsächlich wegen der 60er Jahre Ausstellung, welche sämtliche Erwartungen übertroffen hat. Quietschbunt, Plastikstühle, dazwischen Bravos und andere originale Zeitschriften zum drin blättern. Heintje in Influencer-Pose und andere – aus heutiger Sicht – skurriler Fotos von Menschen mit lustigen Frisuren und Kleidern. Politik, Kochrezepte, Musik, Mode, kurzum wir konnten wirklich eintauchen in den Alltag der 60er Jahre. Schön ist auch, dass das Museum jede Menge Mitmachaktionen und Workshops verteilt über die Dauer der Ausstellung anbietet. Tanzparty, Textiles, Kochworkshop, Kaffee-Nachmittag mit Zeitzeugen, so wird alles noch lebendiger und greifbarer!

Das Museum bietet neben den Sonderausstellungen eine kulturgeschichtliche Dauerausstellung, die uns auch sehr gut gefallen hat und uns die Stadt Celle und die Region näher gebracht hat.

Nach dem Museum ist vor dem Museum: einmal über die Straße und ein paar Meter durch den Schlosspark, trafen wir uns mit anderen Interessierten zur Kostümführung im Schloss, wobei wir Besucher (trotz Karneval) nicht kostümiert waren, unsere Führerin brachte uns, als Hofdame gewandet, das Schloss, seine Bewohner und die barocke „stinkfeine“ Gesellschaft mit ihren Regeln und Gebräuchen näher. Beeindruckend waren vor allem das Schlosstheater und die Kapelle. Das Hoftheater ist eines der ältesten Theater in Deutschland, das dauerhaft bespielt wurde und noch wird. Bei unserem nächsten Aufenthalt werden wir auch unbedingt Karten kaufen!

Ein wunderschöner Kurzurlaub in einem tollem Hotel und vielen Eindrücken, die neugierig auf noch mehr Celle machen!


Luxuswochenende auf Schloss Fürstenhof in Celle
Wahrhaft fürstlich - der Barbereich des Hotel Fürstenhof in Celle

Schlosstheater und Museum: das Welfenschloss in Celle, Niedersachsen
Das Barockschloss in Celle.






Kulturhistorisches Bomann Museum in Niedersachsen, Heisser Beat und Kalter Krieg
Heisser Beat, kalter Krieg und coole Klamotten.

reisehop auf Instagram

Kommentare

  1. Hallo Astrid,
    das klingt doch wirklich nach einem schönen Ausflug - hab gleich nochmal in deinen Blog geschaut in Vorbereitung der virtuellen #Schlössersafari Ausstellung, wunderbar, dass das Celler Schloss samt Pferd nun auch dabei sein darf! Kostümführung klingt abwechslungsreich. War es anders als eine "normale" Führung?
    Viele Grüße,
    Marlene

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Marlene, vielen Dank für Dein Kommentar... im Moment ist ja eher tote Hose was Ausflüge angeht, leider... :-( Wir versuchen wenn immer möglich, thematische Führungen oder Kostümführungen zu ergattern, habe das Gefühl, es bleibt einfach "mehr hängen" als bei Standardführungen, wo es oft nur um Zahlen, Daten, Fakten geht. Klatsch und Tratsch bei Hofe, Skandale und Skandälchen, das merke ich mir eher als welches Adelsgeschlecht von wann bis wann geherrscht hat und wie viele Kinder die hatten :-) Bis bald in der virtuellen Welt!

      Löschen

Kommentar posten